Ins Detail, statt in die Größe

Viele meinen, es muss immer das Neuere, Größere, Teuerere und Schnellere sein, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Aber ist dies wirklich das Bessere?
Unter gewissen Umständen schon, das räume ich ein. Manchmal ist es natürlich notwendig. Denn wer würde einen Einwand wagen, weil unser Fahrzeugpark im next Bundeskabinett mit neuen Solar-Elektro-Biogas-Fahrzeugen ausgestattet wurde. Diese sind natürlich neuer, teurer, schneller und besser, aber eben auch besser für die Umwelt, was unser aller wichtiges Gut ist. Und natürlich kommen sie auch jedem einzelnen Bürger dadurch zugute, weil damit die Regierungsarbeit noch besser und noch schneller erledigt wird. Dafür sorgt nicht zuletzt auch die moderne Multimedia-Kommunikationseinrichtung in den Fahrzeugen, welche von unseren besten Technikern und Programmierern fach- und sachkundig installiert wurde. So kann nun die Regierungsarbeit optimiert werden, der Vorteil dürfte allen klar sein. Manchmal muss Modernisierung und Erneuerung natürlich sein.

Doch das Größere muss nicht automatisch das Schnellere und das Teuerere nicht unbedingt das Bessere sein.
Das möchte ich ihnen an einem anschaulichen Beispiel erläutern.

Die Computerindustrie entwickelt ständig schnellere Rechner, die vom Äusseren betrachtet nicht unbedingt größer werden, so aber doch von den inneren Werten, wenn ich das so ausdrücken darf, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Und zwar durch ständige Steiergung der Kapazitäten. Immer schnellere Rechenmaschinen werden gebaut und kommen nach relativ kurzer Zeit wieder in die Entsorgung, weil es neuere gibt, mit noch mehr Kapazitäten und damit verbunden auch höherem Energieverbrauch.

Aber sind die neuen Geräte wirklich schneller?
Wie flink zum Beispiel ein Fahrzeug sein kann, hat auch zu einem großen Teil etwas damit zu tun, wie schwer es ist. Denn neuer, teurer und besser, muss noch lange nicht bedeuten, dass Irgendetwas dadurch wirklich schneller wird.

Es geht auch anders, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Ich freue mich ihnen ein anschauliches Beispiel vorführen zu können.
Von einem zugeneigten Mitbürger bekam ich einen Computer geschenkt, den man angesichts der heutigen Computerentwicklung kaum noch als alt bezeichen kann, besser passte es, von einem Fossil zu reden. Er ist reichlich 20 Jahre alt, läuft mit 600Mhz Taktfrequenz und 320Mb Arbeitsspeicher.
Würden sie mir glauben, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, dass dies jetzt mein schnellster Rechner ist? Ich bin mir natürlich bewusst, dass dies eine rhetorische Frage ist, da ich weiss, dass sie ganz genau wissen, dass ich ihnen als Kanzlerin keine Märchen erzähle. Aber ich denke doch, dass sich dies etwas unglaubwürdig anhört, Auch gerade in Bezug auf die vielen neuen teueren Geräte, mit denen der Regierungssitz ausgestattet ist.
Doch es ist so, das kann ich ihnen versichern und ich kann ihnen die Empfehlung geben: werfen sie nichts Altes weg, nur weil es etwas Neueres gibt, sondern optimieren sie das Alte. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch ihre Kapazitäten.
Denn Schnelligkeit hängt nicht nur davon ab, wieviel Leistung ein Motor bringen kann, sondern welche Last er zu bewegen hat.
Und dass etwas Neues nicht schöner als das Alte sein muss, das wissen auch die Weinkenner zu bestätigen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Der alte Rechner ist nun nicht nur schnell, sondern auch hochmodern, sicher und schön.

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Die etwa 100-128 MB (je nach Software-Auswahl) große Distribution startet schnell, auch wenn sie nicht auf der Festplatte eines Computers installiert wurde. Bei Installation auf Festplatte verbraucht es nur wenig Speicherplatz. Dies ist besonders auf Netbooks mit Solid-State-Festplatten von Vorteil. Es stellt geringe Anforderungen an die Systemressourcen, sodass es auch auf alten Geräten flüssig läuft. Das System wird komplett in den Arbeitsspeicher geladen und erreicht dadurch eine hohe Betriebsgeschwindigkeit.
Der Live-Betrieb ohne Installation ist je nach BIOS von fast allen Wechselmedien möglich. Die Nutzung durch Anwender, die an das Betriebssystem Windows gewöhnt sind, ist ohne große Schwierigkeiten zu erlernen.

Wiki
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4 Kommentare

Eingeordnet unter Germanys next Bundeskanzlerin

4 Antworten zu “Ins Detail, statt in die Größe

  1. Im Gegensatz zu anderen „Kanzlerinnen“, wie dem Merkel kann unsere Germanys next Bundeskanzlerin mit klarem deutsch und nützlichen Tipps aufwarten.

  2. Reblogged this on Rund um den Kabinettstisch und kommentierte:

    „Doch das Größere muss nicht automatisch das Schnellere und das Teuerere nicht unbedingt das Bessere sein.“ … Genau, werte Germanys next Bundeskanzlerin …

  3. carchili

    Früher war nicht nur mehr Lametta, früher hielten auch die Produkte länger.

  4. Ja! Jaaa! Jaaaaaaaa-aaaahaaaaa-aaaaaah!elf!

    Endlich! Endlich bin ich nicht mehr der einzige, der Antikes zu neuem Leben erweckt und erstaunt feststellt: Das geht besser als der Schrott von heute!

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